Die Wettkampfarten sind unterteilt in:

  • Vierkampf 1 ( VK 1)
  • Vierkampf 2 ( VK 2)
  • Hindernislauf-Turniere (HL)
  • Geländelauf und GL-Plus
  • 2000m Laufstrecke
  • 5000m Laufstrecke
  • Combinations - Speed -Cup (CSC)
  • Qualifications - Speed - Cup ( QSC )
  • Shorty

 

 

Das Zulassungsalter der Hunde wurde auf 15 Monate angehoben, da gezieltes Training der Hunde erst erfolgen kann, wenn die sie die körperliche Belastung ohne Spätfolgen verkraften können, da sie bis dahin ausgewachsen sind.
An einem Turniertag können wie bisher 30 Abteilungen mit einem THSB zugelassen werden.



Sportnadel / VDH-Hundeführersportabzeichen

Die neuen Wettkampfarten berechtigen ebenfalls zur Sportpasseintragung. Für die Verleihung der Sportnadel wurde der VK 1 um den VK 2, der GL um den GL-Plus erweitert. Für den QSC und Shorty bei Standardaufbau werden wie bisher für den Mannschafts- CSC pauschal 30 Punkte vergeben. Beim VDH-Hundeführersportabzeichen wurde die Auszeichnungsbestimmung im VK bei einer erreichten Punktzahl ab 275 auf 5 Punkte erweitert. GL/GL-Plus wie bisher.

Vierkampf 1

 

Im VK 1 gibt es in der Ausführung keine Änderungen. In den Gehorsamsübungen erfolgte jedoch eine Anpassung der Punkte: Leinenführigkeit 15, Freifolge 20, Sitzübung 10 und Platzübung 15 Punkte.
Im VK 1 gibt es in der Ausführung keine Änderungen. In den Gehorsamsübungen erfolgte jedoch eine Anpassung der Punkte: Leinenführigkeit 15, Freifolge 20, Sitzübung 10 und Platzübung 15 Punkte. Die Veränderung der Wertigkeit ermöglicht eine reellere Beurteilung im Gesamtbild. Übungsteile mit quantitativ und/oder qualitativ höherer Anforderung müssen auch höher bewertet werden.
Bei den Laufdisziplinen wurden die Fehlerpunkte zur Vereinheitlichung angeglichen. Die Punkteermittlung in den Laufdisziplinen erfolgt nicht mehr gesondert je Abteilung, sondern die Zeiten und Fehlerpunkte aller Läufe werden addiert. Durch Subtraktion von der Summe der Ausgangspunktzahlen (diese wurden nicht verändert), einschl. eventueller Boni für Freifolge erhält man ein Gesamtergebnis für die Laufdisziplinen. Vorteil dieser Regelung ist, durch einmalige Ergebnisermittlung und somit einmaliges Runden entsteht eine reellere und leistungsgerechtere Reihung im Wettkampf. Es wird somit nicht mehr an Hand einer einzelnen Disziplin sondern durch die gesamte sportliche Leistung im Wettkampf entschieden. Mit dieser neuen Ergebnisermittlung entscheidet nun jede Hundertstelsekunde über die Platzierung.

Vierkampf 2

 

Den Forderung der HF auf eine höhere Leistungsstufe im VK wurde Rechung getragen und der VK 2 entwickelt, der 2 Jahre als Pilotprojekt gelaufen ist und von den HF als sehr positiv aufgenommen wurde. Analog der anderen Prüfungsarten wurde der VK um eine 2. Leistungsstufe erweitert. Basis für die einzelnen Abteilungen ist der VK 1, jedoch mit höheren Leistungsanforderungen. Ebenso sind alle Übungsteile nur mit Freifolgendem Hund möglich. Gleiches gilt für den Hürdenlauf, in dem die Hin- und Rücklaufstrecke, die durch eine Wendestange markiert ist und in einem Durchgang gezeigt werden muss, erschwert. Fehlerbewertung und Ergebnisermittlung bei den Laufdisziplinen sowie Platzierung und Siegerermittlung analog VK1.
Die Qualifikationskriterien für den Aufstieg in VK 2 sind unverändert wie bisher beim Pilotprojekt festgelegt. Die Gehorsamsübungen sind analog dem VK 1, jedoch erfolgt anstelle der Leinenführigkeit die Stehübung. Die Punkteverteilung: Freifolge 20, Sitzübung 10, Stehübung 15 und Platzübung 15 Punkte. Die Laufdisziplinen analog VK 1, jedoch beim Hürdenlauf nur ein Durchgang, da Hin- und Rücklauf. Alle Laufdisziplinen mit Freifolgendem Hund.

Hindernislauf-Turniere

Bei den Hindernislauf-Turnieren erfolgte keine Änderung. Hier kann der Hund an der Leine geführt werden. Erlaubt ist nur Kurzführer ohne Schlaufe. Anzustreben ist jedoch, dass der Hund die Hindernisbahn ohne Führung an der Leine durchläuft. Fehlerbewertung wie Hindernislauf VK1.

Geländelauf mit dem Hund

Die Geländelaufe, 2000m- und 5000m Laufstrecke, gibt es in zwei Wettkampfarten.
Geländelauf: Hier wird die Leine vom HF in der Hand gehalten. Der Hund wird am Halsband oder Geschirr geführt. Schnallungen sind nicht erlaubt.
Geländelauf-Plus: Hier ist nur die Verwendung eines Bauchgurtssystem mit Panikhaken und Gummifederung für den HF in Verbindung mit dem entsprechenden Geschirr für den Hund erlaubt.
Beim GL-Plus erfolgt die Platzierung und Siegerermittlung wie beim GL. Beide Wettkampfarten (GL und GL-Plus) sind getrennt zu platzieren.
Beim Einsatz des neuen Bauchgurtssystems entsteht für den HF, vor allem beim Laufen mit einem Hund größere Rassen, ein Vorteil von 5-7 Punkten. Es ist also keine Gleichstellung mehr gegenüber den kleinen Hunden gegeben. Da jedoch der GL eine Sportart für alle Hunderassen - ob groß oder klein - ist, sollten auch alle die gleichen Voraussetzungen haben. Da man sich der neuen Lauftechnik nicht verschließen wollte, wird der Geländelauf in 2 Varianten „Geländelauf und Geländelauf-Plus“ angeboten, was ebenfalls in einem Pilotprojekt getestet wurde. Beide Varianten obliegen den gleichen Voraussetzungen an Streckenprofil, Laufstrecke, Zeitmessung und Platzierung.

CSC (Combinations-Speed-Cup

Der CSC ist in seiner bisherigen Form geblieben, jedoch erfolgt die Fehlerbewertung analog dem VK 1.
Die beiden neuen Wettkampfarten QSC und Shorty bringen eine große Bereicherung für den Turnierhundsport, vor allem auch für die Vereine, die wegen geringen Platzverhältnissen den CSC nicht aufstellen können. Der Shorty ist ein Kurzbahn- CSC und kann auch in kleineren Hallen ausgetragen werden. Der Aufbau ist wenig zeitaufwendig und daher auch ideal bei Vorführungen zu karitativen Zwecken.
Nachstehend möchte ich Ihnen diese beiden neuen Wettkampfarten vorstellen.

QSC (Qualifikations-Speed-Cup)

 

Ausführung

Zwei baugleiche Geräteparcours sind parallel aufgebaut (siehe Skizzen, die binden sind). Die Hunde nehmen jeweils auf dem Desk ihres Parcours Startposition ein. Auf das Startkommando (Trillerpfeife) geht der Hund über die aufgebauten 8 Hindernisse und durch die den Laufkurs bestimmten Verbindungstore und -stangen. Der Hundeführer läuft mit. Das Siegerteam kommt eine Runde weiter (K. O. Prinzip).
Nach der ersten Runde (16 Teilnehmer) folgt das Viertel- und Halbfinale. Die Verlierer des Halbfinales bestreiten das kleine Finale um Platz 3, die Gewinner das Finale um Platz 1 und 2. Die Gerätekonfiguration wurde so gewählt, dass nur der Desk neu gebaut werden muss. Aus optischen Gründen ist als Wendestange nach dem ersten Hindernis (Tonne) ein besser von den Zuschauern erfassbarer „Obelisk“ in die Kombination eingebaut.
Setzliste
Die Setzliste für den K. O. Wettbewerb wird durch eine Vorgeschaltete Qualifikationsrunde bestimmt. Dabei wird die Zeit jedes Teams für einen Durchgang gemessen (Genauigkeit 1/10 Sekunde). Anschließend wird eine Reihenfolge nach Zeiten gebildet.
In der ersten Runde des K. O. Wettbewerbs läuft der Schnellste der Qualifikationsrunde gegen den 16.- Schnellsten usw. Die Paarungen in der ersten Runde (Rangfolge nach Zeiten): 1:16; 9:8; 5:12; 13:4; 3:14; 11:6; 7:10; 15:2.
Sind weniger als 16 Teilnehmer am Start, wird, damit das Teilnehmerfeld bei einem Wettbewerb aufgeht, durch „Wild Cards“ im Viertelfinale die Teilnehmerzahl ausgeglichen. Analog dazu verläuft das Bilden der Setzliste in einem K. O. Wettbewerb mit 8 Teams: 1:8; 5:4; 3:6; 2:7:
Rahmenbedingungen und Bewertung
Der QSC Wettbewerb wird in vier Runden (16 Teilnehmer) gelaufen. Alternativ können auch drei Runden (8 Teilnehmer) gelaufen werden. Dabei kann der Wettbewerb zusätzlich nach Geschlecht und/oder Alter eingeteilt werden. Dies ist in der Ausschreibung anzugeben.
Geräteanordnung und QSC Ablauf sind aus dem nachfolgenden Plan für den Standardaufbau ersichtlich, der bindend ist.
Damit beide Parcours exakt die gleiche Länge besitzen, sollte der Laufweg zusätzlich mit einem Messrad ausgemessen werden. Zur exakten Beurteilung werden Helfer für die Fehlerbewertung an den beiden Desk und für die beiden Parcours benötigt.
Bei Auslassen eines Gerätes oder Tores muss das Hindernis/Tor nochmals angelaufen und fehlerfrei bewältigt werden. Wird dies versäumt, so wird das Team disqualifiziert.Sieger des Laufes ist das Team, bei dem sich der Hund auf dem Desk verweilt und der Hundeführer sich gleichzeitig neben dem Desk befindet. Springt der Hund wieder vom Desk bevor sich der Hundeführer neben dem Desk befindet, so muss, um den Lauf zu beenden, der Hund wieder auf den Desk springen. Sind beide Teams gleichzeitig im Ziel, wird der Lauf unverzüglich wiederholt. Die Teams wechseln die Parcoursseiten. Verlässt ein Hund seinen Parcours und behindert dadurch den Läufer/Hund des anderen Parcours erfolgt automatisch die Disqualifikation. QSC-Parcours - Standardaufbau
Aufbau-Skizze QSC-Parcours
Beide Parcours sind baugleich.
Desk-Abmessung: 0,80m x 1,20m – Höhe 0,60m

Shorty

Ausführung

Der Shorty ist ein Kurzbahn-CSC und wird gebildet aus den bekannten Elementen und Gerätekonfigurationen des CSC. Der Shorty ist ein Mannschaftswettkampf für Zweier-Teams, der auch auf begrenzten Sportflächen (z.B. in kleineren Hallen) in 2 Sektionen ausgetragen werden kann.
Die Geräteanordnung und der Shortyablauf sind aus nachfolgendem Plan für den Standardaufbau, der bindend ist, ersichtlich. Wie zu ersehen ist, ist der Aufbau des Shorty völlig unkompliziert und wenig zeitaufwendig.
Die Kreuzung von Sektion 1 und 2 bildet beim Standard-Shorty der Tunnel in der Sektion 1, über den die Schrägwand in der Sektion 2 führt. Abweichungen vom Standardaufbau sind in der Ausschreibung anzugeben, da nur für den Standardaufbau bei maximal zwei Durchgängen Punkte zur Sportpasseintragung berechtigen.
Alle Regeln für Startfreigabe, Wechsel, Frühstart, Fehlerbewertung und Platzierung sind gleich wie beim CSC.
Zeitnahme
Beginn Start 1 (Sektion 1)
Ende Zieltor (Sektion 2)

Bewertung:
Die Laufzeiten werden mit der Stoppuhr oder elektronisch gemessen. Gemessen wird die Laufzeit zwischen Abgang Start/Sektion 1 und Überschreiten der Ziellinie/Sektion 2 durch den letzten Partner (HF oder Hund). Start-, Ziel- und Wechseltor müssen von beiden - HF und Hund - in Laufrichtung durchlaufen werden. Laufzeit plus Fehlersekunden ergeben die Gesamtzeit.

Fehlerwertung
Für jede Sektion ist möglichst ein Wettkampfbeobachter zu stellen, der evtl. Fehler in der ihm zugeordneten Sektion zu protokollieren hat. Fehler werden als Fehlersekunden der Laufzeit zugerechnet. Fehlerhaft bewältigte Hindernisse oder beim Auslassen derselben ist eine Wiederholung nicht möglich. Fehlerbewertung an den Hindernissen und Frühstart bei Sektionswechsel sind gleich wie beim CSC.
Platzierung / Siegerermittlung
Die Platzierung erfolgt nach der schnellsten Gesamtzeit. Besteht Zeitgleichheit, so ist gleich zu platzieren. Die dadurch freigewordenen Platzierungen werden nicht vergeben.

Fragen zur neuen TO

 

Zur neuen TO sind bereits Fragen eingegangen, daher eine genaue Defination:
Ein Hund kann an einer Termingeschützten Veranstaltung mit einem Teilnehmer „Team Hund und HF“ zwei verschiedene Disziplinen absolvieren, wahlweise aus den nachstehend aufgelisteten Disziplinen:
VK, GL/GL-Plus 2000m, GL/GL-Plus 5000m, Einzel CSC, QSC, zuzüglich Mannschafts- SC oder Hindernislauf oder Shorty.

Mehrere Familienmitglieder oder in häuslicher Gemeinschaft lebende mit dem gleichen Hund max. zwei verschiedene Disziplinen wie nachstehend aufgeführt laufen:
VK, GL/GL-Plus 2000m, GL/GL-Plus 5000m, Einzel CSC, QSC, oder 2 Disziplinen im GL/ GLPlus 2000m zuzüglich für beide Familienmitglieder Mannschafts- SC oder Hindernislauf oder Shorty zugelassen werden, sofern der Veranstalter dies nicht aus organisatorischen Gründen einschränkt.

Der CSC kann bei einer Vereinsprüfung in allen 3 Sektionen mit Leine vorgeführt werden (siehe TO Seite 32, Fehlerbewertung). Es ist darauf zu achten, dass nur eine 1 Meter lange Führleine ohne Schlaufe/Ring und Knoten verwendet wird (Verletzungsgefahr). Eine Freifolge in allen Sektionen ist nur bei überregionalen Veranstaltungen vorgeschrieben (siehe TO Seite 65).